Brauchtum

Der Perchtenbrauch wird bereits seit Jahrtausenden in Österreich, Bayern, Ungarn, Slowenien und in einzelnen Regionen der Schweiz gelebt. Der Sinn dieses Brauches liegt in der Vertreibung der Dämonen, aber auch darin, die guten Geister zu rufen. Die Bauern, mit ihrer tiefen Naturverbundenheit, waren überzeugt, dass Missernten den unsichtbaren und bösen Mächten zuzuschreiben waren. Sie glaubten, dass gruselige und fratzenähnliche Masken die Dämonen vertreiben würden. Ursprünglich stammt der Percht von einer weiblichen Sagengestalt ab. Frau Perchta zieht mit ihrem Heer über das Land und bringt Fruchtbarkeit und Segen für das kommende Jahr. Sie belohnt die Fleissigen, bestraft die Faulen und tritt stets in zweifacher Erscheinung auf: als schöne glücksbringende und als hässliche und strafende Gestalt. Sind die Perchten mit ihren lauten Glocken unterwegs, sind Pferdeschweife ihr Handwerkszeug. Aber nicht um zuzuschlagen, sondern um der Bevölkerung mit leichten streichen Glück, Segen, Gesundheit und Fruchtbarkeit für das neue Jahr mitzugeben. Bei uns werden aber auch Punsch, Suppe, feine“Schnäpsli“ und süsses für die Kinder verteilt.